Mai 242017
 

 

Pressemitteilung

„Behinderung erleben“ – eine Aktion in der Stadtgalerie

Studierende der UW/H machen am 29. Juni für jeden erlebbar, wie die Welt für einen Rollstuhlfahrer oder mit einer schweren Augenkrankheit aussieht

Studierende der UW/H machen am 29. Juni in der Wittener Stadtgalerie von 10 bis 12 Uhr für jeden erlebbar, wie die Welt für einen Rollstuhlfahrer oder mit einer schweren Augenkrankheit aussieht. Sie sind Teilnehmer eines Seminars, in dem es um Alltagsbarrieren für Menschen mit Behinderung geht. Die Wittener können mit dem Rollstuhl durch die Stadtgalerie rollen, erleben, wie es sich anfühlt, wenn ein Anderer einem die Zähne putzt oder durch eine spezielle Brille die Welt so sehen, wie sie mit z.B. einer Makula-Degeneration oder mit dem grauen Star aussieht. An einer weiteren Station geht es um das „Einhandfrühstück“: Die Teilnehmer sollen mit nur einer Hand ein Brötchen mit Butter und Marmelade aus der Portionspackung, wie sie in Hotels verwendet wird, schmieren. „Mit diesen Aktionen möchten wir für Nicht-Behinderte erlebbar machen, dass die Welt für Menschen mit Behinderung eine Art Hindernisparcours sein kann“, beschreibt Dr. Carsten Rensinghoff, der Dozent des Seminars und Organisator der Aktion, das Anliegen. „Oft werden Menschen mit Behinderung von ihren Mitmenschen für etwas desorientiert gehalten, manchmal wird sogar an ihrem Verstand gezweifelt. Wir hoffen, dass eigenes Erleben zu anderen Ansichten führen wird.“

Besonders drastisch wird die Aktion des „Krüppelschlags“, die zurückgeht auf eine radikalen Protestform von Franz Christoph und einigen Behindertenverbänden in den 80er Jahren: Mit dem sinnbildlichen „Krüppelhammer“ wird jemand „zum Krüppel“ geschlagen. Der Hammer ist aus Schaumstoff und die Schläge sind harmlos, aber es geht darum, symbolisch darzustellen, wie Menschen mit Behinderungen täglich geschlagen werden, nicht mit dem Hammer, aber mit Worten oder durch Barrieren, die für sie nicht zu überwinden sind. Z.B., dass sich ein Rollstuhlfahrer ein Restaurant nicht nach der Speisekarte, sondern nach dem barrierefreien Zugang aussuchen muss.

Dr. Rensinghoff ist Dozent im Studium fundamentale der Universität Witten/Herdecke und unterrichtet in diesem Semester das Seminar „Disability Studies“. Darin geht es um genau diese Art von Barrieren, die Menschen mit Behinderungen täglich erleben. Er betreibt in Witten ein eigenes Institut für Praxisforschung, Beratung und Training bei Hirnschädigungen.

Weitere Informationen bei Dr. Carsten Rensinghoff, Tel.: 0 23 02/5 23 15 oder mobil: 01 57/50 70 50 89, Email: rensinghoffc@gmail.com

Über uns:

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.400 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

www.uni-wh.de / #UniWH / @UniWH


Dr. Carsten Rensinghoff Institut – Institut für Praxisforschung, Beratung und Training bei Hirnschädigung
Dr. phil. Carsten Rensinghoff
Sprockhöveler Str. 144
58 455 Witten
Tel.: 0 23 02/5 23 15
mobil: 0157/50 70 50 89
Email: info@rensinghoff.org
Web: www.rensinghoff.org

Lehrbeauftragter an der:
Hochschule Zittau/Görlitz, Fakultät Sozialwissenschaften, Studiengang Heilpädagogik/Inclusion Studies, Modul Diagnostik
Universität Witten/Herdecke, Fakultät für Gesundheit, Sozialmedizin
Universität Witten/Herdecke, Fakultät für Kulturreflexion – Studium fundamentale
Brandenburgische Technische Universität Cottbus – Senftenberg, Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Musik, Studiengang Therapiewissenschaften, Modul Kommunikation und Beziehung gestalten

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